Grönland: Der Arctic Circle Trail - Teil 1

Grönland. Brrrr! Eine traurige Welt aus Eis und Schnee, so dachte ich immer. Ein Youtube Video lies es mich jedoch irgendwann besser wissen. Zwar sind über 80% der Fläche Grönlands dauerhaft vom Eis bedeckt, im Sommer jedoch gibt es offensichtlich auch Gegenden in denen man es aushalten kann. Fasziniert von den Besonderheiten der größten Insel der Welt, begann ich also mich mit dem Land zu beschäftigen und schon bald führte mich mein Interesse auf den bestdokumentierten Fernwanderwegs Grönlands: Dem Arctic Circle Trail.

Dieser führt vom Flughafenort Kangerlussuaq über 170 km nördlich des Polarkreises in den Küstenort Sisimiut. Bald schon konnte sich auch meine Wanderpartnerin Tanja für den Trail begeistert. Nun, dann machen wir das eben!

 Nun war es das erste mal das wir nördlich des Polarkreises unterwegs waren. Entsprechend aufregend und intensiv waren die Vorbereitungen – dieses ist insbesondere auch deshalb notwendig ,weil es auf dem gesamten Trail keine Versorgungsmöglichkeit gibt, und auch sämtliche Nahrungsmittel mitgeführt werden müssen. Da ist Planung der Ausrüstung das A und O – schließlich möchte man soviel Gewicht sparen wie es geht, aber ein bisschen nett soll es ja auch sein. Und Wandern macht ja auch hungrig!

Unsere Packliste findet ihr hier: Packliste ACT

An einem Donnerstag morgen Ende Juli war es dann soweit. Unsere Rucksäcke waren gepackt  und unsere Reise führte uns zunächst mit dem Zug von Hamburg nach Kopenhagen. Es gibt noch Grönland überhaupt nur zwei internationale Flugverbindungen. Eine mit Air Iceland über Island oder eben mit Air Greenland von Kopenhagen.

Nachdem wir mit dem Zug ankommen, bezogen wir noch für eine Nacht ein günstiges Zimmer bevor es dann am nächsten morgen endlich losgehen sollte und wir den Flieger nach Kangerlussuaq bestiegen wo wir dann einige Stunden später bei strahlendem Sonnenschein und knapp 30 (!) Grad ankommen sollten.

Auf zum Trail

Kangerlussuaq ist kein besonders schöner Ort. Er besteht im Grunde fast nur aus dem Flughafen den die Amerikaner dort 1941 errichtet haben – ansonsten gibt es dort noch ein Hotel und glücklicherweise einen Supermarkt. Straßenverbindungen zu anderen Orten gibt es nicht. Jedoch kann man über eine Schotterstraße das grönländische Inlandeis von dort sehr gut erreichen. Im örtlichen Supermarkt versorgten wir uns nach Ankunft mit etwas Wasser und Reinbenzin das wir zum Betrieb unseres Benzinkochers (Primus OmniLite) dringend benötigten. Benzin darf nämlich nicht im Flugzeug mitgeführt werden – das gilt auch für kleinste Mengen. Wir haben von Fällen gehört wo einem der Benzinkocher abgenommen wurde, da dieser einen Benzingeruch aufweist. Der mitgeführte Kocher sollte daher unbedingt penibel gereinigt werden, bevor man ihn im Aufgabegepäck verstaut -> der fliegende Kocher

Die ersten zehn Kilometer führen vom Flughafen auf einer wenig schönen Schotterpiste bis nach Kellyville wo der eigentliche Trail beginnt – diesen Weg zu laufen kann nicht empfohlen werden, es kostet nur unnötig Kraft ihn etwas zu bieten. Wir haben versucht eines der wenigen Autos anzuhalten und sind letztenendes per Anhalter von einem sehr freundlichen Paar bis zum Trailbeginn gebracht wurden.  

Diese erzählten uns das auf dem Trail seit der Vorsaison ein Asiate vermisst wird. Für die Entdeckung des Leichnams haben die Angehörigen eine üppige Belohnung ausgesetzt. Na, das ist ja Aussichten….

Teil 2

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